Gedanken zu meiner Arbeit

Akademische Reitkunst

 

In der akademischen Reitkunst wird das Pferd als Partner verstanden, mit dem man einen gemeinsamen Weg beschreitet. Erst durch die akademische Reitkunst, hatte ich das Gefühl wirklich in eine Harmonie bei der Arbeit mit meinen Pferden zu kommen. Das erlernen einer gemeinsamen Sprache, die für beide Seiten greifbar und nutzbar ist ermöglicht eine ganz neue Erfahrung von Kommunikation mit dem Pferd. Ich möchte meinen vier- und zweibeinigen Schülern ebenfalls dieses Gefühl erleben lassen,

Jeder der schon einmal eine Sprache erlernt hat weiß, dass es etwas Zeit und Geduld benötigt bis man sie fließend sprechen kann. Genau so verhält es auch mit der Reitkunst.

 

Mir ist der biomechanisch korrekte Ablauf von Bewegung und Hilfengebung sehr wichtig, denn nur wer die Zusammenhänge erkennt und versteht wird zur Einheit mit seinem Pferd werden können.

Die Ausbildung des Pferdes beginnt am Boden und findet am Kappzaum statt. So können die ersten Vokabeln gemeinsam gelernt, erklärt und verstanden werden. Kann man diese Hilfen aus verschiedenen Führpositionen nutzen, werden sie sehr hilfreich sein dem Pferd den Sitz des Reiters zu erklären.

 

 

Wie Bent Branderup schon sagt: "Wir müssen nicht reiten, wir dürfen!"

Die Arbeit mit den Pferden sollte in erster Linie Freude bereiten. Wir erhoffen uns Seelenfrieden, Freude, Entspannung, Harmonie und das Gefühl verstanden zu werden aus dem Zusammensein mit dem Pferd. Umso schlimmer ist es, wenn sich das Gegenteil abspielt. Doch am Ende sind wir diejenigen, die den Kreislauf durchbrechen können und einen schöneren Weg auswählen können.


Es bereitet mir große Freude die Reitkunst für jeden zugänglich zu machen, egal ob Neueinsteiger, Umsteiger oder Fortgeschrittene. Vorkenntnisse im Bereich der akademischen Reitkunst sind bei mir nicht notwendig.

 

Osteopathie/Physiotherapie

 

Die Prinzipien der akademischen Reitkunst sind ein wahrer Balsam für Pferde mit körperlichen Baustellen. Schon sehr oft durfte ich erleben, wie aus abgeschriebenen Pferden schöne kräftige Tiere worden. 

Für mich ist klar, dass beide Konzepte sich unglaublich ergänzen. 

Durch die Osteopathie können Bewegungseinschränkungen und Ungleichgewichte im Körper verbessert und behoben werden aber häufig ist es mit ein paar Behandlungen nicht getan. Nicht selten bestehen die Läsionen schon etwas länger und der gesamte Bewegungsapparat hat sich auf die Kompensation eingestellt.

So kann es durchaus sein, dass sich Muskeln, Sehnen, Bänder usw. so entwickelt haben, dass die betroffenen Gelenke und Knochen immer wieder in die eigentlich unerwünschte Haltung zurück gezogen werden. Ein ganzheitlicher Ansatz ist hier notwendig! Häufig müssen die richtigen Bewegungsmuster gefördert werden, um die Funktion des Bewegungsapparates wieder herzustellen. 

An diesem Punkt greifen akademische Reitkunst und Osteopathie wunderbar in einander und ich bin jedesmal fasziniert, was mit der Kombination beider Methoden bewirkt werden kann!

 

Gerne kann ich nach einer osteopathischen Behandlung das Aufbautraining weiter betreuen, dies ist aber keineswegs verpflichtend und Kunden ohne akademischen Hintergrund sind genau so willkommen. :)